Keine Angst vor Zecken - mit der richtigen Vorsorge und Behandlung!

Zecken - die Krankheitsträger von FSME- und Borreliose-Erregern

Endlich, die warmen Sonnenstrahlen locken raus in die Natur, zum Wandern oder Picknick am Bach. Aber vorsichtig in Wäldern, in nicht zu trockenen Lagen, in hohem Gras und Gebüsch sowie in losem Laub lauert eine kaum sichtbare Gefahr: Die Zecke (Ixodes Rizinus), als Überträger vieler Krankheiten: Neben den bekannteren Erkrankungen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen Zecken die auch für den Menschen gefährlichen Erkrankungen Babesiose, Ehrlichiose und Rickettsiose.
 
Klicken Sie den weiterführenden Button, dann Sie erfahren mehr über diese Krankheiten und wie Sie sich schützen oder diese behandeln können...

Was ist FSME?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder auch Frühsommer-Meningitiserkrankung führt zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute und wird durch ein Virus der Familie Flaviviridae ausgelöst.
Ein FSME-Patient erlebt im typischen Fall die Krankheit in zwei Stadien. Die FSME beginnt zunächst mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Unter Umständen ist die Erkrankung damit überstanden. Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus im zweiten Stadium das zentrale Nervensystem. Die mildeste Form ist in diesem Fall eine Hirnhautentzündung (Meningitis). Die Symptome: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und häufig ein steifer Nacken. Eine schwere Form der FSME ist die Gehirnentzündung. Hier sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn von der Erkrankung betroffen. Es kann neben den Symptomen einer Hirnhautentzündung auch zu Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, zu psychischen Veränderungen oder bestimmten Lähmungen am Körper kommen. Auch das Rückenmark beziehungsweise die entsprechenden Nervenwurzeln können vom FSME-Virus geschädigt werden.
 

Was ist Borreliose?

Die Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursachte multisystemische Infektionskrankheit. Die Krankheit kann jedes Organ befallen, speziell das Nervensystem und die Gelenke. Krankheitsbilder können in der Frühphase Symptome wie bei einem grippalen Infekt (ohne Husten und Schnupfen) sein. In diesem Stadium kommt es häufig zu Myalgien (Muskelschmerzen) und Arthralgien (Gelenkschmerzen), die mit einer Fibromyalgie (chronische Schmerzerkrankung) verwechselt werden können. Daneben kann sich die Borreliose aber zusätzlich durch eine Vielzahl von unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Sehbeschwerden, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie psychische Veränderungen manifestieren.

Wie kann ich mich schützen, wie sind die Therapien?

Suchen Sie sich nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich ab. Zecken sind oft schwer erkennbare dunkle 2,5 bis 4,5 Millimeter große Punkte auf der Haut oder Kleidung. Zusätzlich ist die Verwendung von Abwehrsprays als Vorbeugung sowie das Tragen von Kleidung, die den Körper weitgehend bedecken soll, empfehlenswert.
Wenn sie eine Zecke entdecken und sie sich noch nicht gestochen hat, streifen sie diese einfach ab. Ist die Zecke mit Ihrem Rüssel bereits in die Haut eingedrungen sollte diese mit einer Zeckenzange oder Pinzette entfernt werden: Zecken hautnah fassen und möglichst mit wenig Druck aus der Haut drehen. Die Richtung, in welcher die Zecke herausgedreht wird, spielt dabei keine Rolle. Der Stechapparat einer Zecke besitzt viele Widerhaken, jedoch kein Gewinde. Beim Herausdrehen wird verhältnismäßig wenig Druck auf die Zecke ausgeübt. Sie wird daher seltener beschädigt als beim Herausziehen. Nach Entfernen sollte die Einstichstelle desinfiziert werden. Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen.

Zecken entfernen Generell sollte man eine Zecke so schnell wie möglich entfernen, denn je länger der Saugvorgang dauert, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Bis es zu einer Infektion mit Borreliose-Bakterien kommt, vergehen im Schnitt 12-24 Stunden. Die Übertragung von FSME-Erregern beginnt dagegen direkt nach dem Zeckenstich, da sich das Virus in den Speicheldrüsen der Zecke befindet.

Neben der Vorbeugung gegen den Stich ist die Impfung ein probates Mittel um sich gegen eine Erkrankung an FSME zu schützen. Nach dreimaliger Impfung bietet Sie einen Schutz der zwischen 96 und 99 % liegt. Ist die Erkrankung ausgebrochen existiert derzeit keine ursächliche Therapie mit der die FSME behandelt werden könnte. Je nach Stadium der Erkrankung stehen zur Linderung der Symptome verschiedene Optionen zur Verfügung. Je nach Schwere können Schmerzmittel verabreicht werden. Die Konsultation eines Arztes ist unter allen Umständen unerlässlich, da es zu schwersten Komplikationen kommen kann.

Gegen Borreliose gibt es momentan in Europa keine Impfmöglichkeit. Die Behandlung einer Borreliose stellt auf Grund der Möglichkeit des vielfachen Organbefalls eine interdisziplinäre Herausforderung der verschiedenen Fachdisziplinen in der Medizin dar. Bei ersten Anzeichen für eine Erkrankung sollte unbedingt ihr Hausarzt konsultiert werden, der nach entsprechender Diagnose, die weiteren Schritte und Therapie festlegt. Die Prognose für eine „folgenlose" Ausheilung nach frühzeitiger antibiotischer Behandlung im ersten Stadium ist gut.

Quellen Hinweise & weiterführende Links:

www.zecken.de (Baxter Deutschland GmbH)
www.rki.de/DE (Robert Koch Institut)
www.fsme.net (GFMK GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft)
wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose (Wikipedia)
wikipedia.org/wiki/FSME (Wikipedia)
www.aerztezeitung.de (Ärztezeitung)